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Da wir heute mit permanent wachsenden Anforderungen in einer sich schnell verändernden Umwelt konfrontiert sind, entsteht zunehmend Bedarf an psychologischer Beratung, Betreuung und Therapie. Viele benötigen Unterstützung zum Abbau negativer und Förderung positiver Gefühls-, Denk- und Verhaltensmuster, bei Orientierungsproblemen, in psychosozialen Krisen und Lebenskonflikten oder zum Erfolgs-Coaching, um Ziele zu erreichen. Immer häufiger kommt es zu psychischen Störungen mit einem Krankheitsbild und akutem Therapiebedarf.

Eine freie integrative Psychotherapie erstellt für den Hilfesuchenden ein individuell abgestimmtes, kreatives und sinnvoles Therapieangebot und kann so von vielen verschiedenen Therapieformen, das hilfreichste Portfolio für den Patienten zusammenstellen und im Verlauf der Therapie individuell anpassen. Untermauert wird diese Herangehensweise durch die aktuelle Psychotherapieforschung, die herausgefunden hat, dass es sinnvoll ist, aus verschiedenen Therapieverfahren bestimmte Bereiche herauszunehmen, um den größtmöglichen Nutzen für den Patienten zu erzielen.

 

Es gibt folgende Heilberufe, für den Bereich Psyche & Seele:

  1. Ärztlicher Psychotherapeut (früher Psychiater)
  2. Psychologischer Psychotherapeut
  3. Heilpraktiker (nach HPG)
  4. Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (nach HPG)
  5. Psychologische Berater (nur beratend tätig, nicht heilend)

 

Ärztliche Psychotherapeuten

Ärztliche Psychotherapeuten sind offiziell zugelassene Fachärzte mit einer psychotherapeutischer Zusatzqualifikation. Den Status des Facharztes erhalten sie durch die Absolvierung des Medizinstudiums und einer mindestens 5-jährige Ausbildung im Bereich Psychotherapie. Sie dürfen Psychotherapie im Sinne des Psychotherapeutengesetzes und der Psychotherapierichtlinien ausüben. Dies umfasst die Diagnose und Behandlung psychischer Beschwerden mit Krankheitswert mittels wissenschaftlich anerkannter Methoden der Psychotherapie, wie der Analytischen Psychotherapie, der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der kognitiven Verhaltenstherapie. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

 

Psychologische Psychotherapeuten

Psychologische Psychotherapeuten sind Psychologen, die ein Psychologiestudium (9-10 Semester) absolviert haben und zusätzlich eine mind. 3-jährige Vollzeit- oder eine mind. 5-jährige Teilzeitausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG) abgeschlossen und offiziell zugelassen wurden (Approbation). Sie behandeln psychische Störungen von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Auch ihr Therapiangebot ist auf die wissenschaftlichen Therapie- und Beratungsverfahren der Amtspsychotherapie beschränkt, die von den Krankenkassen übernommen werden.

Auch hier ist aber die Enwicklung erkennbar, dass sich ärztliche und psychologische Psychotherapeuten anderen Therapieansätzen gegenüber öffnen, um den Patienten bestmöglich helfen zu können. Leider hinken die Zulassungsverfahren noch hinterher, so dass andere, als offiziell anerkannte Therapieformen, nur als private Zusatzleistungen von den Psychotherapeuten abgerechnet werden können.

 

Heilpraktiker/ Heilpraktiker für Psychotherapie (nach HPG)

Heilpraktiker, wie auch Heilpraktiker für Psychotherapie, besitzen die amtliche Erlaubnis zur Behandlung psychisch kranker Menschen. Sie werden beim Gesundheitsamt überprüft und dürfen anschließend in eigener Praxis psychotherapeutisch tätig werden.

Während die Psychotherapeuten nur wenige, wissenschaftlich anerkannte Verfahren anwenden dürfen, haben die Heilpraktiker Therapiefreiheit und können somit ihren Patienten durch die Anwendung einer Freien Integrativen Psychotherapie, ein auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasste Therapieangebot machen, dessen Verfahren er aber auch fundiert beherrschen muss. Zugleich muss jeder Heilpraktiker seine therapeutischen Grenzen kennen, er ist verpflichtet, einen Patienten, den er selbst nicht ausreichend gut behandeln kann, an einen anderen Behandler (z. B. einen Arzt oder Psychologischen Psychotherapeuten) weiter zu verweisen.

 

Psychologische Berater

Psychologische Berater dürfen jede Form des Lebenscoachings und der Beratung für Hilfesuchende, aber im gesetzlichen Sinne gesunde Menschen, anbieten, wobei die Lösung von persönlichen Konflikten oder sozialen Problemen im Vordergrund steht. Die Methoden und Techniken sind der heilkundlichen Psychotherapie ähnlich. Verfahren der beratenden Psychologie sind: Psychologische Beratung, Paartherapie, Familientherapie, Erziehungsberatung, Psychoedukation, Drogenberatung, Sexualberatung, Berufsberatung, Konfliktberatung, Wirtschaftsberatung, Mediation, Prävention, Lebensberatung, Counseling, Coaching.

In deutschsprachigen Ländern übernehmen Krankenkassen und Versicherungen die Kosten psychologischer Leistungen nur, wenn sie heilkundlichen Zwecken dienen, d.h. dass das Ziel die Behandlung einer psychischen Störung mit Krankheitswert ist. Die Bearbeitung von persönlichen und sozialen Konflikten ohne Krankheitswert ist somit durch den Versicherungsschutz nicht abgedeckt. Häufig bieten jedoch öffentliche, kirchliche und städtische Beratungsstellen psychologische Beratungen (vor allem Familien-, Erziehung-, Ehe- und Sexualberatung) kostenfrei oder gegen ein kleines Entgelt an.

 

Quellen:
Wikipedia - Beratende Psychologie, Wikipedia Psychotherapie - Heilpraktikergesetz

 

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